Der Fiete aus Bokel
Der Fiete aus Bokel bespricht mit seiner Tine aktuelle Themen - humoristisch und stets voll auf den Punkt.
Viel Spaß!
Im März 2006
Du bist as wie unsern Minisserpräsidenten Krischan Wulff, sacht meine Tine, und das sacht sie todernst. Soll das nu ein Kumpelment sein oders eine Beleidigung, frach ich mich, und dann meine Tine. Kannst halten wie ein Dachdecker, sacht sie, Minisserpräsidenten hat übern Winter 10 Kilo zugenommen, du auch. Den kann sich bei sein Gehalt jede Woche einen neuen Anzug leisten, du nicht! Nachdenklich guck ich auf mein Ranzen, spannt wirklich, und das von vielen Grünkohl und Pinkel. Mögen auch wohl noch annere Sachens dabei gewesen sein. Nun weiß ich auch, was meine Tine am Aschermittwoch meinte, indem sie sachte, Fastenzeit sei eine gute Sache und für mich eine Zeit vonne Bewährung. Ostern muss der Ranzen weg sein, ansonsten droht Auschluss vonne Grillsaison, und das kann ich mir doch nich leisten!
Euer Fiete
Im Dezember 2005
Kann das sein, fracht meine Tine mich schmunzelnd, dass neue Kanzlerin nich nur die Frisur verbessert hat, sondern auch ihre Ansichten und Pollitik? Wieso, frach ich, isse inne SPD eingetreten? Das nicht, sacht sie, man sie lobt vergangene Pollitik von roten Altkanzler Gerhard Schröder übern grünen Klee und will as wie Willy Brandt mehr Demokratie und mehr Freiheit wagen. Is das nich doll? Und wenn, gnickert sie, nu schwarze Pattei in Bokel gewinnt, denn lobt den schwarzen Bürgermeister den alten roten Volker übern grünen Klee. Kannst Dir das vorstellen? Nee, sach ich, Vorstellung is gräsig. Erstens mögen das die Wählers verhüten, dass die Schwarzen uns in Bokel regiern, und, zweitens, is nich das Original nicht doch jümmers noch die bessere Lösung? Das findet nich nur meine Tine, sondern ihr doch auch? Oder?
Euer Fiete
Im April 2004
SPD hat neuen Vorsitzenden, sacht meine Tine. Wen wohl? Volker Lüdke, sach ich. Kwatsch, sacht sie, wird in Bokel noch gebraucht, muss ja auch noch das Große Moor nass machen. Oskar Lafontaine, sach ich. Kwatsch, sacht Tine, sitzt doch im Saarland und denkt über eine neue linke Pattei nach. Na wer? Franz, sacht sie. Waaas, sach ich, Beckenbauer? Hat doch keine rote, sondern eine schwarze Gesinnung, so schwarz als wie meine Füße. Und zahlt als Nationalheld seine wenigen Steuern ins Ausland. Kann doch wohl nich Vorsitzender vonne Roten sein. Nee, beruhigt mich meine Tine, Franz Müntefering, Kumpel von uns Kanzler Gerhard. Soll mit ihm als Zweispänner die SPD-Karre aussem Dreck ziehen. Na, wenn das so ist, denn will ich ihm mal die Daumen drücken, dass beide das hinkriegen, meint
Euer Fiete
CDU in Berlin will sparen, sacht meine Tine zu mir. Gut, sach ich. Anne Rente und anne Gesundheit, sacht sie. Da fiel meine Kinnlade ein Stück tiefer. CDU in Hannover will sparen, sacht meine Tine. Gut, sach ich. Anne Schulbüchers für die Kinners, sacht sie. Da ballt sich meine Faust inne Tasche. CDU in Bokel will auch sparen, sacht meine Tine zu mir. Gut, sach ich. Anne Straßensanierung in Langenfelde und Kransmoor, ein paar Fuder Schlacke soll`s da auch tun, sacht sie.
Da kam ich ins Grübeln. Sparen, mein ich zu meine Tine, sollte man anne richtige Stelle. Könnte mir vorstellen, wenn die Wählers bei der nächsten Wahl etwas sparsamer mit den Stimmen für die CDU sind, denn gucken die auch mal wieder ganz sparsam. Das wär vielleicht ne Sparmaßnahme, von der wir alle was haben, meinen für heute
Eure Tine und Euer Fiete
Dreißich Minuten ist eine gute Zeit, sach ich zu meine Tine, als ich abgejachtert von mein Joggen durche Bokeler Weiden inne Haustür komm, Rekord!. Dreißich Minuten ist ein Katzenschiss, sacht meine Tine, wenn man bedenkt, dass Bürgermeister von Bokel dreißich Jahre sein Amt versieht, Weltrekord! Und, sie grient, ihm riecht nach dreißich Jahre Arbeit besser als du nach dreißich Minuten Laufen!
Nach`m duschen war mir klar, dass die 3 im dritten Jahr ins dritte Jahrtausend unser politisch Leben in Bokel weiter bestimmt: Noch gut dreißich Tage, denn wählen wir uns Daniela aussem Rosenweg innen Landtag, am dritten Februar wissen wir ganz genau darüber Bescheid. Von mir kricht sie dreißig rote Rosen, wenn sie dreitausend Stimmen mehr hat als die Aspirantin vonne Schwarzen. Und , Mackers und Freunde, sacht das man nich meine Tine, sonst gibt`s nach fast dreißich Jahre Ehe noch großen Krawall, wenn ich die junge Deern dreißich rote Rosen schenken tu!
Euer Fiete
Frauenpauer, grient mein Tine ist angesagt. Erst wählen wir am 22. September uns Annette wieder innen Bundestag, damit uns Landkreis weiterhin gut vertreten is in Berlin, am 2.Februar schicken wir uns Pauerfrau Daniela aussem Rosenweg nach Hannover in den Landtag. Sollst mal sehn, da geht die Post ab.
Wenn ihr jetzt meint, Mackers und Freunde, dass ich jetzt als Mannsbild vor Neid die Farbe vonne Post annehmen tu, dann irrt ihr. Bunneskanzler, sach ich, steht sein Mann und Bunnespräsident auch, uns Gerhard und Bruder Johannes. Wie überall im Leben, sacht nich nur meine Tine, das sach auch ich, kommt`s auffe Mischung an. Und die stimmt, nich nur inne Polletik, sondern auch in unsere Familje, sacht nich nur meine Tine sondern auch
Euer Fiete
Bürgermeister geht an Stock, bölkt meine Tine, knapp das sie inne Haustür is, ob ihm wohl die Karjeereleiter runtergefallen ist und sich ein von seine Flunkens gebrochen hat? Kwatsch, sach ich, bei den letzten Wahlen haben die Wählers ihm nich nur was annen Piepenkopp gehauen sondern auch noch inne Kniekehlen getreten, so dass ihm jetzt ein Gipsbein hat. Ooch, sacht meine Tine, jümmers noch aufgeregt, was das allens gibt. Nur als sie denn mein leises Grienen ins Gesicht sieht, denn will sie mir doch so recht nicht mehr glauben: Fiete, sacht sie, sach die Wahrheit, sonst gibt`s inne nächsten vier Wochen nur noch Nudeln und keine Brat-kartoffels mehr. Und denn musste ich ihr ja doch die Wahrheit sagen, oder zumindest Teile davon: dass ihm dreißig Jahre lang das Wohl vonne Bürgers vonne Gemeinde Bokel getragen hat und dass ihm jetzt ein Ermüdungsbruch inne Waden hat. Abers dass die Doktors das allens im Griff haben. Und dass bei der Pflege von seine Helga und bei der Entlastung durch seinen Stellvertreter Heinz der alte Bürgermeister im November wieder mit dem Hasen um die Wette laufen kann, wenn`s darum geht, sein Jubiläum zu feiern. Damit war meine Tine zufrieden, Ihr auch?
Euer Fiete
Meine Tine spielt gern GünterJauch, wo ihm doch selbst in Urlaub ist. Was, fracht sie, hat Beverstedt und Berlin gemeinsam? Be.. sach ich, und schon liegt ein blauen Hunni vor mir. Und inne Pollitik? Beide wählen in September, sach ich, zack, ein zweiten Hunni. Und noch? Beide wählen neuen roten Bürgermeister, sach ich. Falsch, lacht sie, und schon sind die beiden Hunnis in ihre Kittelschürze verschwunden: Berlin hat schon einen! Und als sie denn mein langes Gesicht sehn tut, denn krieg ich doch einen davon wieder. War ja knapp dran, sacht sie, oders kannst dir vorstellen, dass inne Samtgemeinde ein Mann Bürgermeister wird, den schon die kleine Gemeinde Lunestedt nich wuppen kann und abgedankt is, und nu soll er vierzehntausend Einwohners regiern?
Mackers und Freunde, ich will ihm helfen, damit ihm sich kein Bruch hebt, ich wähl die anneren, die Roten. Hilfst mit?
Euer Fiete
Uns Bürgermeister, sacht meine Tine, will ins Buch vonne Rekorde, kannst das glauben? Klar, sach ich, wenn ihm länger in sein Bürgermeistersessel sitzt als die Pfahlsitzers in Heidepark, kommt ihm da rein. Kwatsch, sacht Tine, was sind schon 162 Tage gegen Amtszeit von knapp dreißig Jahre, nix, ein Fliegenschiss. Obwohl, sacht sie, kannst doch besser in Sessel sitzen als wie auf so ein wackeligen Balken. Is ein Stück kommodiger, und bringt auch mehr für die Bokeler Bürgers.
Nee, ihm will, dass so viele Bürgers zur Kommunalwahl gehen, dass keine annnere Gemeinde mehr Prozente hat als die Bokelers. Ihm träumt davon, dass das Wahllokal schon zur Kaffeezeit geschlossen wird, weil schon alle da waren, die wo sechzehn und älter sind, und denn kann das Zählen schon nach dem Kaffee zu Ende sein. Wenn ich normal auch schon mit vierzig Prozent innen Köm zufrieden bin, denn will ich doch mithelfen, dass die hunnert bei der Wahl voll werden, meint Euer Fiete
Globalisierung, sach ich, is A und O vonne ganze Welt. Bin ich doch ab heute vonne ganze Welt zu erreichen, weil meine Tine mich zu Weihnachten bei Herrn Telekom als neues Mitglied angemeldet hat. Den Montör hat ein kleinen grauen Kasten anne Wand geschraubt und Herr Telekom hat zu diese graue Mehlbox eine Adresse zugetan: www.spd-beverstedt.de, da kannst mich finden. iemehl hab ich auch: fiete@spd-beverstedt.de Nun warte ich gespannt darauf, dass alle meine Bokeler Freunde da ein Brief rein schmeissen tun. Und nicht nur meine Bokeler Freunde, auch mein Freund Norbert aus Schiena. Wenn ihm schreibt, Freunde, denn sach ich euch bescheid, denn ich bin gespannt wie ihr auch, ob ihm vom vielen Reis essen schon schmale Augens gekricht hat. Kannst dir das vorstellen, jeden Tag Reis und keine Kartoffels? Und noch schlimmer: keine Bratkartoffels, wo die Bratkartoffels von Erna aus Kransmoor doch die besten vonne Welt sind. Hat sich doch schon bis Schiena rumgesprochen, weiß
Euer Fiete














